Arbeitsmarkt-Check |
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Mit dem Arbeitsmarkt-Check lässt sich die Attraktivität einer Unternehmung als
Arbeitgeber analysieren sowie durch abgeleitete Massnahmen eine nachhaltige Employer Brand
bzw. Employee Value Proposition erreichen. Der Arbeitsmarkt-Check ist modular aufgebaut.
Er startet mit einem eintägigen Workshop. Anschliessend kann die Unternehmung festlegen,
welche weiteren Schritte sie durchführen möchte, um ihre Wettbewerbsposition auf
dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
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1. Analyse der Organisationsdemographie
Der Arbeitsmarkt-Check beginnt für die Unternehmung mit einer Analyse der
Organisationsdemographie. Sie beinhaltet die Erfassung und Beurteilung bestimmter
interner Strukturvariablen (z. B. Alter, Geschlecht, Dienstalter) sowie die Ermittlung
des qualitativen und quantitativen Personalbedarfs.
Die Daten zur Altersstruktur
einer Unternehmung sind üblicherweise bereits
im internen Personalinformationssystem enthalten. Der Personalbedarf wird mit
geeigneten Methoden in zeitlicher, örtlicher, qualitativer sowie quantitativer
Hinsicht bestimmt.
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2. Commitment-Kompetenz-Analyse
Das Commitment zeigt das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeitenden zum Arbeitgeber auf. Mit Hilfe der Commitment-Kompetenz-Analyse lässt sich herausfinden, wo für die Unternehmung die grössten Fluktuationsrisiken bestehen. Dabei ist das Ziel nicht eine Fluktuationsrate von null, sondern die Vermeidung von Abgängen von Schlüsselpersonen oder Potenzialträgern.
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3. Ermittlung der aktuellen Employee Value Proposition
Bei der Employee Value Proposition (EVP) handelt es sich um das Bündel
von Anreizen, das eine Unternehmung seinen Mitarbeitenden bietet bzw. schlicht
um das „Produkt Arbeitsstelle“. Die Aspekte der EVP reichen von der
Unternehmenskultur über das Personalmanagement-System, die Arbeitsinhalte
und die materiellen Anreize bis hin zur Ausstattung der Arbeitsplätze. Die
Analyse der Ist-Situation stellt als Voraussetzung für die Angebotspositionierung
auf dem Arbeitsmarkt einen wichtigen Schritt dar. |
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4. Arbeitsmarktanalyse
Die Arbeitsmarktanalyse konzentriert sich darauf, die relevanten Bewerbergruppen
und Teilarbeitsmärkte zu identifizieren sowie deren spezifische Eigenschaften
und Bedürfnisse zu erkennen. Die Strukturierung des Arbeitsmarktes erfolgt
anhand räumlich-geographischer (z. B. regionaler, nationaler oder internationaler
Arbeitsmarkt), zeitlicher (etwa Teilzeit- oder Vollzeitmitarbeitende), sozio-demographischer
sowie funktionaler Kriterien (Berufsbilder, Ausbildungsinhalte, Kompetenzprofile). |
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5. Bewerberanalyse
Ziel einer Bewerberanalyse ist es, spezifische Erwartungen pro Bewerbergruppe
zu erfassen. Diese Analyse liefert wertvolle Hinweise für die gezielte Ausrichtung
der Employee Brand und Employee Value Proposition auf die Bedürfnisse und
Erwartungen der Zielgruppe(n). |
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6. Imageanalyse
Die Imageanalyse misst die Attraktivität der Unternehmung
als Arbeitgeberin bei den relevanten Bewerbergruppen. Diese Attraktivität
setzt sich zusammen aus der Bekanntheit der Unternehmung (Wird
die Unternehmung als möglicher
Arbeitgeber in Betracht gezogen?), dem absoluten Image (Welche
Charakteristiken werden der Unternehmung zugeschrieben?) sowie
dem relativen Image (Wie wird die
Unternehmung im Vergleich zur Konkurrenz wahrgenommen?).
Bei einer Imageanalyse gelangt
eine Kombination aus qualitativen (z. B. Gruppendiskussionen,
Fokusgespräche)
und quantitativen Forschungsmethoden (telefonische, schriftliche
oder online Befragung) zum Einsatz. |
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7. Konkurrenzanalyse
Die Konkurrenzanalyse liefert Hinweise auf das Verhalten der Mitbewerber auf
den relevanten Arbeitsmärkten. Die Informationsbeschaffung gestaltet sich
bei der Konkurrenzanalyse eher schwierig. Gleichwohl lassen sich via Internet,
Printmedien sowie Befragung von Bewerbern diesbezügliche Informationen gewinnen. |
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8. Wettbewerbspositionierung
Die aus den Analysen von Arbeitsmarkt, Bewerbern, Image und Konkurrenz (Schritte
4 bis 7) ermittelten Daten führen schliesslich zu einer relativen und absoluten
Wettbewerbspositionierung der eigenen Unternehmung auf dem Arbeitsmarkt.
Die Wettbewerbspositionierung
beantwortet u. a. die folgenden Fragen: Was spricht meine Bewerberzielgruppe
an? Wie bewertet meine Bewerberzielgruppe mein Unternehmen
als Arbeitgeber? Welche Kanäle nutzen meine Zielgruppen, um sich über
Unternehmen und Stellen zu informieren? Welche Aspekte meiner Employer Brand
bzw. Employee Value Proposition werden von der Zielgruppe wie wahrgenommen?
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9. Erarbeitung Employer Brand
Mit der Festlegung der Employer Brand bestimmt die Unternehmung, mit welchen
Kernbotschaften sie auf dem Arbeitsmarkt auftreten will und wie der Auftritt
visuell zu gestalten ist. In diesem Schritt geht es beispielsweise um die Gestaltung
von Stellenanzeigen oder des E-Recruiting auf dem Internet. |
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10. Neupositionierung der Employee Value Proposition
Die Neupositionierung der Employee Value Proposition findet parallel zur Erarbeitung
der Employer Brand statt, damit der Auftritt auf dem Arbeitsmarkt in sich konsistent
ist.
Bei der Employee Value Proposition wird zwischen verschiedenen internen und
externen Bewerbergruppen differenziert. Die Angebotspositionierung beinhaltet
ein spezifisches Set von Anreizen sowie eine systematische Rekrutierungs-, Entwicklungs-
oder Retentionsstrategie. Während sich die Rekrutierungsstrategie vor allem
an externe Bewerbergruppen richtet, zielen Entwicklungs- und Retentionsstrategie
vor allem auf interne Bewerbergruppen ab.
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11. HR-Audit
Im Rahmen des HR-Audits wird überprüft, ob die heutigen Personalmanagementsysteme
und –prozesse im Hinblick auf die angestrebte Employer Brand und Employee
Value Proposition geeignet sind, das „Versprechen an den Arbeitsmarkt“ einzulösen.
Im Einzelnen geht es hier um die Ausgestaltung des Rekrutierungsprozesses, die
verfügbaren Arbeitsformen (flexible Arbeitszeitsysteme, Telearbeit usw.),
die Führungs- und Unternehmenskultur, die materiellen und immateriellen
Anreizkomponenten, die Entwicklungs- und Laufbahnmodelle, die Aus- und Weiterbildung
etc. Das HR Audit zeigt auf, an welchen Stellen Verbesserungen erforderlich sind. |
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12. Erfolgskontrolle
Den Abschluss des Arbeitsmarkt-Checks bildet eine Erfolgskontrolle. Diese Evaluation
findet zeitversetzt statt und überprüft, ob die Neupositionierung der
Unternehmung auf dem Arbeitsmarkt zum gewünschten Erfolg geführt hat.
Die gewonnenen Erkenntnisse erlauben allenfalls notwendige Korrekturmassnahmen
und Verbesserungen. |
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